Patientenversorgung

Diagnose, Therapie, Nachverfolgung

Diagnostik

Die Diagnostik der Echinokokkose beruht auf

  • Anamnese, Erhebung von Risikofaktoren, Basis-Blutuntersuchungen
  • Bildgebenden Verfahren
  • Spezifischer Serologie
  • Indirekten Nachweismethoden

An unserem Zentrum wird die Diagnostik nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft durchgeführt. Dafür werden neben Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie auch Positronenemissionstomographie, sowie PET-CT verwendet. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin wird ebenfalls die erregerspezifische serologische Untersuchung nach den höchsten Qualitätsstandards durchgeführt.

Therapie

Die Therapie der Echinokokkose ist in höchstem Maße individualisiert und beruht auf einer kalkulierten Nutzen-Risiko-Abwägung der möglichen Therapien in Bezug auf

  • Erreger
  • Klinisches Stadium der Erkrankung
  • Anzahl, Größe und Lokalisation der Herde in den betroffenen Organen
  • Individuelle Risikofaktoren des Patienten
  • und individuelle Präferenz des Patienten

Im Allgemeinen stehen folgende Therapieansätze zur Verfügung, die allein oder in Kombination sinnvoll sein können:

  • Medikamentöse (Langzeit-)Therapie mit antiparasitären Medikamenten
  • Perkutane Punktion und Therapie von Zysten (sogenanntes PAIR Verfahren)
  • Operative Versorgung
  • Beobachtung und Zuwarten

Basierend auf unserer systematischen Diagnostik werden Therapie-Empfehlungen in interdisziplinären Teamsitzungen getroffen. Durch die strukturierte und zentralisierte Patientenversorgung in unserer Spezialambulanz ist ein hohes Maß an Erfahrung aller behandelnden Ärzte mit dieser insgesamt seltenen Erkrankung sichergestellt und dadurch die bestmögliche Patientenversorgung gewährleistet.

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